Stacey M. Brooks

stacey_m_brooksAdventskalendertürchen Nummer 20

Name: Stacey M. Brooks

Homepage: www.staceymbrooks.jimdo.com

Facebook-Seite: www.facebook.com/StaceyMBrookyAutorin/

Welches Buch stellst Du mir für den Adventskalender zur Verfügung?
Ich stelle zwei Prints und drei eBooks von „In die Nacht gehüllt“ zur Verfügung. (Amazon)

 

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Interview

Beschreibe Dich bitte in fünf Wörtern.
Autorin aufregend intimer gefühlvoller Geschichten.

Beschreibe das von Dir zur Verfügung gestellte Buch in drei Sätzen.
Das Leben verstrickt zwei Wege manchmal so geschickt miteinander, dass die Enden im Nachhinein nicht mehr eindeutig auseinander gewoben werden können. Zwei Personen, ein Abenteuer und der Reiz des Verbotenen, der sich zu einer Aneinanderreihung elektrisierender Momente entwickelt. Das sind die Zutaten dafür, ein Leben vollkommen auf den Kopf zu stellen und durch eine einzige Entscheidung für immer zu verändern.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Geschichten?
Oft sind es kurze Gedanken, die sich zu einer Geschichte weiterspinnen. Kleine Impulse, die mir im Alltag begegnen, die ich dann gefühlvoll und authentisch umsetze.

Woher weißt Du wie Du eine Geschichte am besten aufbauen kannst?
Bei mir entsteht immer zuerst ein Rohtext. Danach folgt in einem Überarbeitungsschritt die Anordnung der einzelnen Sequenzen, wie sie für den Leser am spannendsten zusammenpassen. Und dann nimmt die Geschichte langsam Form an.

Was macht eine Geschichte lebhaft?
Ich versuche, mich in Situationen hineinzuversetzen, auch wenn ich diese selbst nie durchlebt habe. Mit genügend Einfühlungsvermögen lassen sich Geschichten am besten authentisch und lebhaft erzählen.

Wie transportierst Du Gefühle und Stimmungen?
Ich versetze mich tagelang in die Situation meiner Protagonisten und überlege mir, wie ich mich selbst in ihrer Lage fühlen würde. So entstehen die Gefühle und Stimmungen eigentlich wie von selbst und ich habe Spaß daran den Weg mit meinen Protagonisten gemeinsam zu gehen.

Wie bekommt man einen persönlichen Schreibstil?
Jeder hat von Natur aus einen persönlichen Schreibstil. Es gibt eigentlich keine Themen, die noch nicht in irgendeiner Form von jemand anderem bereits behandelt wurden. Was einen Text aber von dem eines anderen Autors unterscheidet, ist immer die persönliche Schreibweise und Herangehensweise. Auch wenn das selbe Thema behandelt wird, entsteht dennoch bei jedem Autor eine andere Geschichte, weil die eigenen persönlichen Erfahrungen und Sicht auf die Welt darin mitschwingen. Und genau das macht eine Thematik und den dazugehörigen Schreibstil einzigartig und für den Leser so interessant.

Wie lange brauchst Du für die Herstellung eines eigenen Buches?
In die Nacht gehüllt ist in wenigen Monaten entstanden, da es sich dabei auch um einen Kurzroman handelt. Wenn das Konzept erst einmal ausgearbeitet ist, dauert der reine Schreibprozess gar nicht so lange – in meinem Fall 2 Monate. Die einzige Hürde, die es dann noch zu überwinden gilt, ist der innere Schweinehund.

Wieso schreibst und publizierst Du Bücher und/oder eBooks?
Ich unterhalte gerne Leser. Ich liebe es, sie mit den Protagonisten auf eine turbulente Reise zu senden. In ein anderes Leben einzutauchen macht Spaß und auch ich freue mich, dabei zuzusehen, wie sich meine Protagonisten auf dem Papier entwickeln und herausfinden, welchen Weg sie einschlagen werden. Manchmal bin ich selbst überrascht, was am Ende dann dabei rauskommt.

Was gefällt Dir am Beruf des Autors?
Ich liebe es, mit Wörtern und Metaphern zu spielen. Wenn ich es schaffe, eine Geschichte zu kreieren, die mir selbst Spaß macht und die auch bei den Lesern gut ankommt, ist für mich mein Ziel erreicht. Und das macht süchtig. Es gefällt mir, den Leser spannende Lesemomente zu schenken. die romantisch, prickelnd heiß und manchmal auch verzwickt sind.

Findet man Dich in Autorenforen? Wenn ja, in welchen?
Nein, noch nicht.

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht?
Gelesen habe ich immer schon gerne und auch geschrieben habe ich seit meiner Kindheit immer wieder. Die Entscheidung, mehr daraus zu machen, ist irgendwann im Laufe der Zeit entstanden. Ich bin selbst büchersüchtig und verschlinge Bücher aus den unterschiedlichsten Genres und so ist daraus auch der Wunsch entstanden, selbst als Autorin tätig zu werden.

Wenn Du nicht schreiben könntest, wie würdest Du Dich anderweitig (kreativ) ausleben?
Ich zeichne und male auch sehr gerne. Nicht gut genug, um damit etwas Berufliches daraus zu machen, aber es macht mir Spaß. Es ist außerdem ein schöner Ausgleich zum Schreiben, da auch das Arbeiten mit Farbe, Kohle und Bleistift neue Schreibimpulse auslösen kann. Wenn ich also nicht schreiben könnte, würde ich auf jeden Fall mit dem Zeichnen und Malen weitermachen.

Welche Medien durchforstest Du vor dem Buch schreiben?
Normalerweise durchforste ich keine Medien. Sollte ich etwas speziell recherchieren müssen, ziehe ich natürlich meinen guten Freund Google heran, aber bei Liebes- und Erotikgeschichten habe ich dafür keinen allzu großen Bedarf. Schauplätze wähle ich meist danach aus, dass ich sie bereits gut kenne und keine Recherchen notwendig sind. Das einzige, das ich regelmäßig heranziehe, ist das Online Synonymwörterbuch woxikon. Wenn mir mal kein passendes Wort einfällt, ist diese Seite mein Retter.

Wie gemütlich ist Dein Schreibtisch eingerichtet?
Ich habe einen toll eingerichteten Schreibtisch. Dennoch fristet er sein Dasein meist ohne mich. Ich schreibe gerne auf dem Sofa, auf dem Balkon und im Kaffeehaus, da ich das gemütlicher finde. Der Schreibtisch dient daher meist nur als Ablagefläche.

Gibt es für Dich einen perfekten Schreibort?
Ja: im Kaffeehaus. Es inspiriert mich total, von Menschen umgeben zu sein. So kann ich bestimmte Eigenschaften dafür nutzen, meine Charaktere authentischer zu gestalten und manchmal liefern kurze Gesprächsfetzen die idealen Impulse, wenn ich in einer Szene feststecke. Darüber hinaus sitze ich damit direkt an der Quelle des Kaffees und es gibt nicht so viele Ablenkungen wie zu Hause (Hausarbeit, Katzen, Fernseher, Internet, Freunde etc.)

In welchen Situationen könntest Du gar nicht schreiben?
In absoluter Stille. Das ist für mich das schlimmste Szenario. Im Kaffeehaus habe ich genügend Geräuschkulisse und zu Hause drehe ich meist den Fernseher im Hintergrund auf. Bei den meisten Autoren, die ich kenne, ist es genau umgekehrt, aber ich freue mich über Wörter aus dem Hintergrund.

Wie gehst Du mit Rückschlägen um?
Wie bei allen kreativen Jobs muss man lernen, mit Rückschlägen umzugehen. Kunst ist etwas subjektives. Nicht jedes Bild kommt bei allen gleich gut an und so ist es auch bei Büchern. Man kann nie ein Buch schreiben, dass von jedermann gleichermaßen geliebt wird, so wie auch mir nicht alle Bücher gefallen, die ich lese. Solange man dies nicht zu persönlich nimmt und als Kritik an sich selbst sieht, ist man auf der sicheren Seite. Anfangs ist das natürlich schwer. Man steckt so viel Zeit und Arbeit in sein Buchprojekt, nur um dann auf Leute zu treffen, die nichts damit anfangen können. Aber das gehört dazu. Mit jedem Buch gibt man auch ein Stück weit von seiner Person preis, auch wenn die Geschichten rein fiktiv sind, und da fällt es manchmal schwer, Kritik als das zu sehen, was sie sind: persönliche Geschmäcker, über die sich ja bekanntlich streiten lässt.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?
Ich bin nur nebenberuflich Schriftstellerin. Ich übe also auch einen regulären Job aus und schreibe immer dann, wenn es meine Freizeitplanung zulässt. Ich habe dennoch bestimmte Fixtermine, die ich mir speziell fürs Schreiben nehme und wann immer es sonst zeitlich hineinpasst, sitze ich am Sofa mit meinem Notizbuch (in der ersten Rohfassungsphase) oder dem Laptop (in der Überarbeitungsphase). Gerne hätte ich natürlich noch mehr Zeit zum Schreiben, aber ich würde nicht davon leben müssen wollen. Alles was als Muss angesehen wird, verliert irgendwann den Reiz. Ich hätte Angst, die Freude am Schreiben zu verlieren und so bin ich glücklich mit der Lösung, neben meinem regulären Beruf Zeit zum Schreiben zu haben.

Wann gilt ein Schreibtag für Dich als gelungen?
Wenn ich es geschafft habe, mich nicht ablenken zu lassen und seitenmäßig viel zu Papier gebracht wurde. Gelungen ist ein Schreibtag auch, wenn dabei neue Ideen entstanden sind – egal ob für das momentane Schreibprojekt oder für zukünftige.

Was tust Du um eine Schreibblockade zu lösen?
Es gibt zahlreiche Technicken, mit Schreibblockaden umzugehen. Manchmal zeichne ich eine Sezene, um wieder besser darin einzutauchen. Wenn ich an einer Plotstelle feststecke, hilft es meist auch, ein Clustering anzufertigen. Darin kann ich mit der Brainstorming-Methode alle möglichen Lösungsszenarien skizzieren und mich dann entscheiden, welche am besten zu meiner Story passt. Habe ich manchmal gar keine Lust zu schreiben, hilft mir die App Writeometer. Mit der kann man Tagesziele auf Wort- oder Zeichenbasis einstellen, eine Alarmfunktion nutzen und sich selbst Belohnungen ausdenken, wenn man seine Ziele erreicht hat. Es ist natürlich eine kleine technische Spielerei, aber es hilft dennoch ungemein.

Wie verkaufst Du deine Bücher?
Meine Bücher werden exklusiv als eBook und Taschenbuch auf Amazon verkauft.

Wie machst Du auf Deine Werke im Web aufmerksam?
Ich mache auf meiner Website und Autoren-Facebookseiten auf mein Buch aufmerksam. Darüber hinaus gibt es Gewinnspiele und ich arbeite mit Bloggern zusammen, die meine Bücher lesen und anschließend rezensieren. Habt auch ihr einen Bücherblog und wollt mein Buch lesen? Schreibt mich gerne einfach an!

Was wünschst Du Dir von den Lesern?
Am allerwichtigsten ist mir ehrliches Feedback. Ich habe nicht viel davon, wenn mir jemand Honig ums Maul schmiert. Konstruktive Kritik ist immer gerne gesehen – man will sich ja auch weiterentwickeln. Beleidigende Kritik muss natürlich nicht sein, aber ein ehrliches Feedback darüber, was jemand als gut oder schlecht empfunden hat, ist das hilfreichste, das eine Autorin bekommen kann. Und natürlich auch Rezensionen, denn nur so wissen potentielle Leser, ob sie das Buch auch lesen möchten oder nicht.

Welche Taste an Deinem PC ist am meisten abgenutzt?
Vermutlich die Leertaste.

In welchem Genre kann man Deine Werke finden?
Erotische Liebesromane.

Welches Genre ist gar nichts für Dich? Und warum?
Wissenschaftsthriller könnte ich mir nicht vorstellen zu schreiben. Ebenso historische Romane. Der Grund dafür ist der selbe: ich bevorzuge das Schreiben und verbringe nicht gerne zu viel Zeit mit Recherchen. Liebesromane sind daher für mich perfekt. Außerdem liebe ich die Verwicklungen und Wirrungen, die nur das wahre Leben so auch hervorbringen kann und es ist so spannend, interessante Charaktere herauszuarbeiten.

Wo liegt Deine Vorliebe (Genre) als Leser?
Horror und Geschichtsromane lese ich persönlich nicht so gerne. Ich liebe Thriller, wenn sie spannend und überraschend aufgebaut sind, aber sobald es zu plastisch wird, wie das bei Horrorbüchern oft der Fall ist, muss ich das Buch weglegen. Geschichtsromane schaffen es leider nicht, mich ins Buch hineinzuziehen – ich bevorzuge Geschichten, die in der heutigen Zeit spielen.

Was macht für Dich ein wirklich gutes Buch aus?
Es muss spannend sein. Außerdem sollte es mich von Anfang an hineinziehen. Wenn ich nicht mehr aufhören kann zu lesen, weil ich einfach wissen muss, wie es weiter geht, ist das Buch für mich gelungen. Wichtig ist dabei auch, dass nicht alles vorhersehbar ist, denn dann geht der Reiz am Lesen verloren.

Welche Ratschläge gibst Du jungen Autoren mit auf den Weg?
Generell habe ich zwei Ratschläge für junge Autoren. Der erste wäre, nie aufzugeben. Egal, wie lange es manchmal dauert, wie viele Rückschläge man einstecken muss, wie oft einen auch die Motivation verlässt, wichtig ist, immer weiterzumachen. Nur so wird am Ende auch ein Buch entstehen. Und mein zweiter Ratschlag wäre: nicht bei Überarbeitung sparen. Oft denkt man, dass ein Buch schon gut ist, nachdem es in der Rohfassung geschrieben wurde. Erst nach einigen Überarbeitungsschritten auf den unterschiedlichsten Ebenen wird es jedoch dann zu einem Buch, das Leser auch gerne in die Hand nehmen. Also nicht an Überarbeitungsschritten sparen, wenn es wirklich gut werden sollte und ihr werdet überrascht sein, wie groß die Unterschiede zwischen den einzelnen Versionen sind.

Planen oder drauf los schreiben?
Bei mir ist es eine Kombination aus beidem. Ein bisschen Planung gehört natürlich dazu, aber beim drauflos schreiben ergeben sich oft so viele neue Ideen und unerwartete Wendungen, die man so nie voraussehen hätte können.

Welche Fehler darf man beim Schreiben auf keinen Fall machen?
An Überarbeitungsschritten sparen und aufgeben – das sind für mich die beiden Totsünden beim Schreiben.

 

Wärst Du gerne einer Deiner Charaktere, wenn ja welcher und warum?
Eigentlich nicht. Meine Protagonistin ist im Roman „In die Nacht gehüllt“ hin und hergerissen zwischen ihrem Ehemann und einem Jugendfreund. Ich wünschte niemandem, sich je in dieser Situation zu befinden, mit Zweifeln, schlechtem Gewissen auf der einen Seite und dem Wunsch nach Abenteuer auf der anderen. Dennoch hat es Spaß gemacht, mich in sie hineinzuversetzen und dabei zuzusehen, wie sie sich entscheidet. Im realen Leben wäre dies jedoch bestimmt nicht so spaßig.

Jetzt darfst Du noch sagen was Du schon immer mal los werden wollten – egal was:
Ich bedanke mich für alle Leser, die mein Buch in die Hand nehmen und auch an die Buchblogger, die mir durch Werbemöglichkeiten und Rezensionen immer wieder weiterhelfen. Danke! Ohne euch ginge es nicht!

Vielen lieben Dank Stacey für Deine Zeit!
Ich wünsche Dir eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit
und für das kommende Jahr 2018 viele gute Ideen, wie auch viel Erfolg!

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