Lizzy Tewordt im Interview

20161105_192208Adventskalendertürchen Nummer 20

Name: Lizzy Tewordt

Homepage: www.repage3.de/member/lizzytewordt/

Facebook-Seite: www.facebook.com/lizzy.tewordt.7

Welches Buch stellen Sie mir für den Adventskalender zur Verfügung?
Mein Buch heisst: „Immer schön entspannt bleiben“ und enthält fast ausschließlich kleine Gedichte. (Amazon)

390a-8ch-c589 Interview

Beschreiben Sie Sich bitte in fünf Wörtern.
Humorvoll, freundlich, entspannt, klein, blond. (negativ: manchmal ungeduldig )

Beschreiben Sie das von Ihnen zur Verfügung gestellte Buch in drei Sätzen.
Mein Buch enthält kleine kurzweilige Geschichten in Reimform. Sie sind größtenteils schräg und verrückt. Es sind keine autobiographischen Gedichte, sondern sie sind einfach aus irgendwelchen Überlegungen heraus entstanden.

Woher bekommen Sie die Ideen für Ihre Geschichten?
Meine Ideen bekomme ich, indem ich die Augen öffne und die Welt mit all ihren verrückten Facetten betrachte, manchmal auch durch Zufall, indem ich etwas höre (kann auch ein einziges Wort sein, das mich inspiriert) oder lese und dann rattert es in meinem Kopf los.

Woher wissen Sie wie Sie eine Geschichte am besten aufbauen können?
Egal, ob bei einem Gedicht oder einer Geschichte: der Anfang und das Ende sind die wichtigsten Stationen (Zündender Satz). Der Rest dazwischen läuft fast von allein.

Was macht eine Geschichte lebhaft?
Es müssen Bilder im Kopf des Lesers oder Zuhörers entstehen. Endlose Beschreibungen sind genauso langweilig wie eine dauernde Aneinanderreihung von uninteressanter Situationen. Man muss einfach lebendig und spannend erzählen (oder gerne auch witzig) und den Leser so unterhalten, dass er tief in die Szenerie eintaucht und das Buch nicht mehr weglegen möchte (trifft natürlich eher auf Romane oder Krimis zu).

Wie transportieren Sie Gefühle und Stimmungen?
Gefühle und Stimmungen kann man am besten transportieren, indem man sich komplett in das Werk hineinfallen lässt, es quasi durchlebt. Hier gehören auch besonders schöne Wörter dazu, die eine Situation auf den Punkt genau beschreibt.

Wie bekommt man einen persönlichen Schreibstil?
Der persönliche Schreibstil entsteht meiner Meinung nach dadurch, dass man keine anderen Schreiber versucht zu kopieren und auch keine Ideen bereits vorhandener Werke aufgreift. Also keine Plagiate bitte!

Wie lange brauchen Sie für die Herstellung eines eigenen Buches?
Ein Buch dauert schon recht lange, wenn man es liebevoll zusammenstellt. Bei meinen Büchern mit Gedichten kommen immer noch Fotos hinzu oder, wie in meinem Kinderbuch, ganz speziell für die jeweilige Geschichte eine Zeichnung nach meinen Vorstellungen angefertigt. Dann ist die Reihenfolge der Gedichte wichtig, mal witzig, mal ernst oder romantisch. Dieses Buch zum Beispiel habe ich am PC komplett alleine erstellt, Texte, eigene Fotos, Klappentext, Cover Vorder- und Rückseite, also das komplette Layout. Das hat schon einige Wochen gedauert und mein Verlag konnte es dann 1:1 drucken. Die Gedichte waren ja bereits vorhanden.

Wieso schreiben und publizieren Sie Bücher und/oder eBooks?
Ich hatte so viel Material und so viele Ideen, dass ich diese einfach für die Nachwelt in Buchform hinterlassen wollte. (Meinen Kindern und meinen Leuten aus der Familie in erster Linie.)

Was gefällt Ihnen am Beruf des Autors?
Da ich Hobbyautorin bin und zum Glück nicht davon leben muss, macht es einfach Spaß, sein Hobby auszuleben.

Findet man Sie in Autorenforen? Wenn ja, in welchen?
Ich bin im Forum: „Garten der Poesie“ zu finden sowie bei „E-stories“, einer Plattform für Hobbyautoren.

Wer oder was hat Sie zum Schreiben gebracht?
Ich habe schon als Kind in der Volksschule kleine Gedichte und Geschichten geschrieben, weil es einfach raus musste.

Wenn Sie nicht schreiben könnten, wie würden Sie Sich anderweitig (kreativ) ausleben?
Mit meinem anderen Hobby fotografieren und mit Handarbeit.

Welche Medien durchforsten Sie vor dem Buch schreiben?
Keine, da ich aus der jeweiligen Situation heraus schreibe. Ich muss da nicht irgendwo in den Medien suchen, um Anregungen zu finden.

Wie gemütlich ist Ihr Schreibtisch eingerichtet?
Nicht gemütlich, aber relativ aufgeräumt. Außer PC, Lautsprechern und Lampe sollte hier nichts stehen. Der ganze Rest liegt eh auf dem Tisch nebenan.

Gibt es für Sie einen perfekten Schreibort?
Ich kann überall schreiben, da, wo mir gerade etwas einfällt. Hab immer einen Block sowie einen Stift dabei.

In welchen Situationen könnten Sie gar nicht schreiben?
Man kann das Schreiben nicht erzwingen. Man kann sich also nicht hinsetzen und sagen: So, dann mach mal schön. Also in dem Moment, wo ich mich zwingen muss, kann ich gar nicht schreiben, zumindest nichts Produktives.

Wie gehen Sie mit Rückschlägen um?
Rückschläge hat jeder Mensch in vielen Situationen des Lebens. Diese gehören einfach dazu und müssen durchlebt und überwunden werden. Es geht immer mal rauf und dann runter. Ich glaube, dass ich bis hierhin alles gut weggesteckt habe und mit Rückschlägen recht gut umgegangen bin.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?
Da das Schreiben mein Hobby ist, sieht mein Alltag sie aus wie der einer jeden Hausfrau. Überdies habe ich zusammen mit meiner Tochter einen Schreibservice, den wir nebenbei betreiben und dem ich bei guter Auftragslage viel Zeit widme. (Ich kann mich auch nicht als Schriftsteller bezeichnen, da ich keine Romane schreibe.)

Wann gilt ein Schreibtag für Sie als gelungen?
Wenn mein Gedicht zu 100% so ausgefallen ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Wenn die Metrik perfekt ist und das Gedicht wunderbar abgerundet ist. Dann ist es für mich ein gelungener Schreibtag. Oder wenn mir für ein Gedicht, an dem ich gerade schreibe, ein ganz toller spezieller Satz eingefallen ist, der mein Gedicht wieder ein Stück weiterbringt.

Was tuen Sie um eine Schreibblockade zu lösen?
Bei einer Schreibblockade warte ich, bis diese von alleine vorbei ist. Alles andere bringt nichts.

Wie verkaufen Sie ihre Bücher?
Die meisten Bücher verkaufe ich nach öffentlichen Lesungen, weil die Zuhörer dann gerne zu Hause die Gedichte noch mal nachlesen möchten. Dann im Freundes- und Bekanntenkreis und natürlich durch Mundpropaganda.

Wie machen Sie auf Ihre Werke im Web aufmerksam?
Bei einem neu erscheinenden Buch wende ich mich an die regionale Presse und erstaunlicherweise kommen die Leute von der Redaktion vor Ort dann auch gerne, interviewen mich und machen ein Foto. Auf meiner Homepage wird es natürlich auch vorgestellt und auf meiner zusätzlichen Autorenseite, die ich neben meiner privaten Seite bei Facebook habe.

Was wünschen Sie Sich von den Lesern?
Ich freue mich, wenn die einzelnen Gedichte bei den Lesern genau so ankommen, wie ich sie beim Schreiben empfunden habe. Wenn die Leute also lachen und sich amüsieren und Spaß an meinen kleinen Werken haben oder einfach bei romantischeren Gedichten mit mir mitträumen.

Welche Taste an Ihrem PC ist am meisten abgenutzt?
Wahrscheinlich die Enter-Taste.

In welchem Genre kann man Ihre Werke finden?
Ich ordne mich der „komischen Lyrik“ zu. Ich weiß gar nicht, ob es diese Formulierung überhaupt gibt. Dann sag ich einfach mal: Ich bin in der Poesie zu finden.

Welches Genre ist gar nichts für Sie? Und warum?
Ich bin weder Fantasie noch Science-Fiction-Freund. Da würde man mich also nicht finden.

Wo liegt Ihre Vorliebe (Genre) als Leser?
Mich als Leser faszinieren gut und spannend erzählte Geschichten, bei denen Bilder in meinem Kopf entstehen und ich tief in die Geschichte mit eintauchen kann. „Das Parfüm“ zum Beispiel ist für mich ein perfekt lebendiges Werk.

Was macht für Sie ein wirklich gutes Buch aus?
Ein wirklich gutes Buch ist für mich ein Buch, dass ich begeistert zuklappe und hinterher sagen kann: Boah, war das gut erzählt. Das lese ich bestimmt nochmal.

Welche Ratschläge geben Sie jungen Autoren mit auf den Weg?
Ratschläge an junge Autoren: Einfach die Fähigkeiten, die man hat, umsetzen. Sich nicht entmutigen zu lassen und zu versuchen, mit Wörtern und der Sprache zu spielen. Mit viel Fantasie kann man so eine herrliche Wortakrobatik herstellen, man muss es einfach nur immer und immer wieder versuchen. Und wichtig: sich von keinem Verlag über den Tisch ziehen zu lassen und vorher genau zu recherchieren, ob man sich den Druck eines Buches finanziell leisten kann und falls ja, bei welchem Verlag ist man am besten aufgehoben? Zu öffentlichen Lesungen zu gehen, um zu hören, was andere Autoren schreiben und wie sie ihre Werke betonen und rüberbringen. Und hinterher mit den Autoren zu reden und Fragen zu stellen. Das lohnt sich immer! Oder einfach Gastleser einer Lesung zu sein. Dann bekommt man ja auch direkt ein Feedback.

Planen oder drauflos schreiben?
Zunächst mal drauflos schreiben. Sortieren kann man hinterher immer noch in Ruhe. Und vor allem: gute Ideen sofort notieren (auch nachts), sonst sind sie am nächsten Tag (zumindest teilweise) weg.

Welche Fehler darf man beim Schreiben auf keinen Fall machen?
Der größte Fehler ist es, andere kopieren zu wollen. Bringt nichts, denn die Leute und deren Stil gibt es ja bereits. Man sollte schon versuchen, seinen eigenen Stil mit Wiedererkennungswert zu finden.

Wie steht Ihre Familie zum Schreiben?
Mein Familie findet mein Hobby klasse und begleitet mich gerne hier und da zu meinen Lesungen.

Mit welchem Protagonisten würden Sie nicht auf einer einsamen Insel stranden wollen und warum nicht?
Nervigster Protagonist? Kann ich nicht viel zu sagen, da ich selten Bücher lese (ist tatsächlich so). Aber wahrscheinlich würde ich niemanden mit auf eine Insel nehmen, der mich von morgens bis abends zulabert. Auch niemanden, der andere Menschen nicht wertschätzt und auf sie herabsieht. Braucht kein Mensch.

Wären Sie gerne einer Ihrer Charaktere, wenn ja welcher und warum?
Nein, ich möchte nicht tauschen.

Jetzt dürfen Sie noch sagen was Sie schon immer mal los werden wollten – egal was:
Loswerden, egal was? Ich kann höchstens ein kleines Statement halten: Leute, lasst euer Handy mal aus, schreibt wieder Briefe (von Hand natürlich) und seid nett zu euren Mitmenschen. Denkt mal wieder ein bisschen mehr im „wir“ statt im „ich“ und nicht vergessen: kauft und lest mal wieder Bücher!

Vielen lieben Dank Frau Tewordt für Ihre Zeit!
Ich wünsche Ihnen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit
und für das kommende Jahr 2017 viele gute Ideen, wie auch viel Erfolg!

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6 Kommentare zu „Lizzy Tewordt im Interview

  1. Wooooooow suppaaaaaa hab den Klappentext gelesen und mich gleich verliebt wäre toll und freue mich wenn ich dieses Buch gewinne amüsant und fantasievoll 😊😊😊😊😊😊

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  2. Danke für das tolle Interview.
    Und für die Chance das tolle Buch zu gewinnen, hört sich jetzt schon super an. Bestimmt ein super Buch womit man dem Alltagsstress etwas entfliehen kann. ♡

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  3. Das zwanzigste Türchen geht an: Michaela Grassl. Herzlichen Glückwunsch liebe Michaela. Lizzy Tewordt würde sich sicher über eine Rückmeldung freuen. 😉 Melde dich doch bitte kurz bei mir, Zwecks Versandadresse. Danke.

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