Felix A. Münter

felix_münterAdventskalendertürchen Nummer 02

Name: Felix A. Münter

Homepage: www.writingandcigars.blogspot.de/

Facebook-Seite: www.facebook.com/FelixMuenter/

Welches Buch stellst Du mir für den Adventskalender zur Verfügung?
Vita (Amazon)

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Interview

Beschreibe Dich bitte in fünf Wörtern.
Nüchtern, pragmatisch, Vielschreiber, Wenigschläfer, Zigarrenraucher

Beschreibe das von Dir zur Verfügung gestellte Buch in drei Sätzen.
Vita ist ein wenig Gesellschaftskritik vor Steampunk-Hintergrund. Es geht der Frage nach, wie die Einführung neuer Technologie eine Gesellschaft in allen Facetten verändern kann und beleuchtet die Abgründe der industriellen Revolution auf eine drastische Art und Weise.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Geschichten?
Das kann ich gar nicht einschränken. Es ist letztlich alles: Ein Musikstück, eine Filmszene, ein Gespräch, manchmal auch nur ein einzelnes Wort. Es sind Eindrücke, mit denen ich irgendwo bombardiert werde und die dann so im Kopf bleiben, dass ich dazu etwas schreiben muss.

Woher weißt Du wie Du eine Geschichte am besten aufbauen kannst?
Die Grundlage ist wohl immer die Frage „Was würde dir selbst am besten gefallen? Was würdest du selbst lesen wollen?“

Was macht eine Geschichte lebhaft?
Gute und realistische Dialoge.

Wie transportierst Du Gefühle und Stimmungen?
Mit einer Mischung aus Dialogen und Innenschau. In dem Moment, in dem es gelingt, lebhafte Bilder in den Köpfen der Leser zu erschaffen, hat man eigentlich schon genau das, was man braucht.

Wie bekommt man einen persönlichen Schreibstil?
Durch diszipliniertes, tägliches Schreiben.

Wie lange brauchst Du für die Herstellung eines eigenen Buches?
4 – 6 Wochen von der ersten bis zur letzten Zeile.

Wieso schreibst und publizierst Du Bücher und/oder eBooks?
Es ist eine der Sachen, die ich immer machen wollte. Und ich komme mir so vor, als wäre ich auf Öl gestoßen. Will sagen: Die Ideen sprudeln und müssen einfach raus. Warum sollte ich se dann aber auch nur für mich behalten?

Was gefällt Dir am Beruf des Autors?
Du kannst anderen Leuten eine großartige Zeit bereiten. Das ist doch was.

Findet man Dich in Autorenforen? Wenn ja, in welchen?
Überhaupt nicht. Wenn ich mich mit Kollegen austausche, dann doch eher persönlich.

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht?
Meine Mutter hatte ihren Anteil daran, mich für das geschriebene Wort zu faszinieren und meine Verlobte ihren Anteil daran, dann auch mal ein Werk zu Ende zu bringen.

Wenn Du nicht schreiben könntest, wie würdest Du Dich anderweitig (kreativ) ausleben?
Wahrscheinlich wäre ich bei dem geblieben, wo ich hobbymäßig herkomme: dem Rollenspiel.

Welche Medien durchforstest Du vor dem Buch schreiben?
Das Internet ist – abgesehen von Spezialthemen – mittlerweile ein Ort, an dem man fast alles finden kann.

Wie gemütlich ist Dein Schreibtisch eingerichtet?
Es ist ein kleiner Sekretär aus den 1950er Jahren, gerade einmal 80 Zentimeter breit. Darauf hat ein großer Monitor gerade so Platz – aber ich mag diesen Ort irgendwie, weil er Geschichte atmet.

Gibt es für Dich einen perfekten Schreibort?
Mein Schreibtisch.

In welchen Situationen könntest Du gar nicht schreiben?
Wenn permanent Leute um mich herum sind. Ich ziehe es vor, meine Gedanken zu Ende zu denken, ohne dauernd unterbrochen zu werden.

Wie gehst Du mit Rückschlägen um?
Dann habe ich einen Weg kennengelernt, wie man ein Buch nicht aufbauen sollte. Das hilft mir doch beim nächsten Titel, oder?

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?
6 Uhr aufstehen, 6:45 aus dem Haus, ab 8:00 Uhr reguläre Arbeit (ich bilde Pflegekräfte aus), 15:00 Uhr Dienstschluss, 16:00 daheim, etwas essen, dann noch mal bis 19 Uhr etwa ins Bett, Erledigung des anfallenden Kleinkrams, ab 22 Uhr bis 2 Uhr an den Rechner und schreiben. Jeden Tag.

Wann gilt ein Schreibtag für Dich als gelungen?
Jeder Fortschritt ist Fortschritt. Auch bei 100 Worten wäre das so.

Was tust Du um eine Schreibblockade zu lösen?
Die Geschichte bis zu dem Punkt wieder auflösen, an der das Problem entstand und neu zusammensetzen.

Wie verkaufst Du deine Bücher?
Das ist Aufgabe der Verlage.

Wie machst Du auf Deine Werke im Web aufmerksam?
Ich habe meinen eigenen Blog und eben Facebook, aber im Grunde ist das auch wieder Aufgabe der Verlage

Was wünschst Du Dir von den Lesern?
Die ein oder andere Rückmeldung mehr – das ist soooo wichtig.

Welche Taste an Deinem PC ist am meisten abgenutzt?
Ich schreibe aktuell an meiner vierten Tastatur innerhalb von 1,5 Jahren. So…

In welchem Genre kann man Deine Werke finden?
Thriller, Fantasy, Horror, SciFi, Postapokalypse, Steampunk. Eine gute Geschichte kann man in fast allen Genres schreiben.

Welches Genre ist gar nichts für Dich? Und warum?
Romance. Völlig uninteressant für mich. Es wären Geschichten, die mich selbst keinen Deut interessierten. Sowas muss ich dann auch nicht schreiben.

Wo liegt Deine Vorliebe (Genre) als Leser?
Fantasy, allerdings ohne Drachen, Elfen oder Orks.

Was macht für Dich ein wirklich gutes Buch aus?
Es muss in der Lage sein, mich einige Stunden gut zu unterhalten, die Zeit vergessen lassen und am Ende dafür sorgen, dass mir einige Dinge weiter im Kopf bleiben.

Welche Ratschläge gibst Du jungen Autoren mit auf den Weg?
Schreibt. Schreibt täglich! Vergesst die Ratgeber für Bestseller, sammelt eure eigenen Erfahrungen und schreibt so, wie ihr wollt und nicht so, wie andere es wollen.

Planen oder drauf los schreiben?
Planen. 3 – 10 Seiten pro Buch.

Welche Fehler darf man beim Schreiben auf keinen Fall machen?
Eine Handlung verwenden, an die man selbst nicht glaubt.

Wie steht Deine Familie zum Schreiben?
Meine Verlobte unterstützt mich, wo es nötig ist.

Mit welchem Protagonisten würdest Du nicht auf einer einsamen Insel stranden wollen und warum nicht?
Geht es um meine Protagonisten? Da ist eigentlich niemand dabei, den ich nicht leiden könnte…

Wärst Du gerne einer Deiner Charaktere, wenn ja welcher und warum?
Nee, wäre ich nicht. Ich kenne meine Vorliebe, meine Protagonisten in echte Schwierigkeiten zu bringen… 😉

Jetzt darfst Du noch sagen was Du schon immer mal los werden wollten – egal was:
Tut das, woran ihr Spaß habt – und lasst euch von anderen nichts einreden.

Vielen lieben Dank Felix für Deine Zeit!
Ich wünsche Dir eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit
und für das kommende Jahr 2018 viele gute Ideen, wie auch viel Erfolg!

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