Dennis Kazek

003Adventskalendertürchen Nummer 15

Name: Dennis Kazek

Homepage: www.rising-death.de

Facebook-Seite: www.facebook.com/Untote

Andere Seiten: www.facebook.com/DennisKazek.Autor/ & www.kazek.org

Welches Buch stellst Du mir für den Adventskalender zur Verfügung?
Meinen Zombieroman: Rising Death (Amazon)

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Interview

Beschreibe Dich bitte in fünf Wörtern.
Groß, Verrückt, Humorvoll, Zuverlässig, Kreativ

Beschreibe das von Dir zur Verfügung gestellte Buch in drei Sätzen.
Bei Rising Death handelt es sich um einen Zombieroman, der im eisigen Kanada spielt. Drei Gruppen von Überlebenden kämpfen hier gegen Zombies, andere Menschen und die Natur. Man erlebt, wie eine derartige Situation die Charaktere in ihrem Denken und Handeln fordert und verändert.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Geschichten?
Manchmal aus Filmen, Serien und anderen Büchern. Manchmal fallen mir aber auch Sachen komplett selbst ein oder ich überlege mir das Gegenteil von dem, was andere Autoren so schreiben.

Woher weißt Du wie Du eine Geschichte am besten aufbauen kannst?
Ich mache mir keine Gedanken darüber, wie die Geschichte aufgebaut sein sollte. Wenn ich mich vor den Computer setze und losschreibe, entsteht die Geschichte von selbst. Ich weiß nie, wo die Reise hingeht.

Was macht eine Geschichte lebhaft?
Dass auch ich von der Handlung überrascht werde. Da stirbt plötzlich mein geplanter Hauptcharakter, jemand handelt anders als ich es gedacht habe usw. Ich selbst bin immer wieder überrascht, was meine Charaktere tun. Natürlich tun sie alles aus guten Gründen.

Wie transportierst Du Gefühle und Stimmungen?
Hmm … in schriftlicher Form? 😀 Ich versuche immer zu zeigen, wieso ein Charakter sich gerade so fühlt. Zudem machen alle Charaktere eine Entwicklung durch. Nach und nach wird dem Leser gezeigt, wieso der Charakter gerade so gehandelt hat und nicht anders. Es ist ein unterschwelliges transportieren der Nachvollziehbarkeit.

Wie bekommt man einen persönlichen Schreibstil?
Indem man los schreibt. Try and Error. Ich habe sehr lange gebraucht, um meinen Stil zu finden. Dafür habe ich jede Menge Bücher gelesen und dann einfach meinen Stil weiter und weiter angepasst, bis er mir gefiel. Trotzdem ist das kein fixer Wert nun. Mit jedem Buch verändert er sich leicht und verbessert sich (hoffentlich).

Wie lange brauchst Du für die Herstellung eines eigenen Buches?
Das ist sehr unterschiedlich. Für mein Erstlingswerk „Rising Death“ habe ich insgesamt vier Jahre gebraucht. Hier habe ich aber nicht durchgehend dran gearbeitet, sondern mal ein halbes Jahr gar nichts getan. Die Überarbeitung hat auch 1,5 Jahre in Anspruch genommen. Bei meiner neuen Fantasyromanreihe: „Sirana“, die ab 2018 erscheinen wird hat das Schreiben selbst pro Buch nur 2 Wochen gedauert. Die Überarbeitung wird nach dem Lektorat auch noch ein paar Wochen dauern, aber deutlich unter einem halben Jahr Nettoarbeitszeit.

Wieso schreibst und publizierst Du Bücher und/oder eBooks?
Ich möchte meine Leser sehr gerne unterhalten. Dafür bieten sich Bücher und eBooks an, da sie einen in eine andere Welt entführen können. In meinem Kopf befinden sich sehr viele Geschichten, wovon viele nach und nach auf das Papier gebannt werden.

Was gefällt Dir am Beruf des Autors?
Dass man Gott spielen kann *größenwahnsinniges Lachen* … ne im Ernst. Man ist der Erschaffer ganzer Welten, Charaktere und kann (hoffentlich) spannende Geschichten erzählen. Das hat mir schon immer sehr viel Spaß gemacht. Schon als kleines Kind! Habe mit meinem Bruder immer ausgedachte „Erzählungen“ ausgetauscht. Hat einen riesen Spaß gemacht.

Findet man Dich in Autorenforen? Wenn ja, in welchen?
Nein, derzeit noch nicht. Aber über meine Facebook-Seiten und meine Webseite http://www.kazek.org kann man jederzeit Kontakt mit mir aufnehmen.

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht?
Meine Mutter. Sie hatte eine Hundepension und irgendwann fing sie an, das Erlebte aufzuschreiben und meinem Bruder und mir vor dem zu Bett gehen vorzulesen. Das hatte mir auch sehr gefallen und ich fing auch damit an. Ich war damals, glaube ich 8 Jahre alt oder so. Das Ergebnis kann man sich ja vorstellen, aber es hat mir Spaß gemacht. Als dann ein Schriftsteller zu uns in den Deutschunterricht kam, gab ich ihm eines meiner „Manuskripte“ mit. Er fand es gut und ermutigte mich, weiter zu machen. Natürlich war es damals „Schrott“, aber er hat mich ermutigt. So habe ich weitergemacht.

Wenn Du nicht schreiben könntest, wie würdest Du Dich anderweitig (kreativ) ausleben?
Hmm … keine Ahnung. Ich habe für mein Buch „Rising Death“ einen extrem aufwendigen Buchtrailer gedreht. Auch das hat mir einen riesen Spaß gemacht. Film wäre also auch eine Option, wenn auch sehr kostspielig.

Welche Medien durchforstest Du vor dem Buch schreiben?
Eigentlich keine. Ich schreibe einfach drauf los. Recherchiert wird, wenn es notwendig ist. Ich recherchiere aber nicht vorher.

Wie gemütlich ist Dein Schreibtisch eingerichtet?
Denke ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Daher habe ich ein Foto angehangen. Wie man sieht, schreibe ich auf einem Notebook, obwohl ich dahiner einen richtigen PC stehen habe. Liegt daran, dass ich auf dem Notebook das Internet deaktiviert habe. Also keine Ablenkung. Zudem kann ich damit auch in der Mittagspause auf der Arbeit schreiben.

Gibt es für Dich einen perfekten Schreibort?
Nein. Bin da felxibel, solange er ruhig genug ist. Musik ist kein Problem, aber quasselnde Menschen gehen gar nicht.

In welchen Situationen könntest Du gar nicht schreiben?
Wenn jemand im selben Raum die ganze Zeit redet. Das schließt natürlich Cafés und andere Orte dieser Art ein. Bin eher für ruhige Orte.

Wie gehst Du mit Rückschlägen um?
Weitermachen. Aufgeben ist keine Option. Aber für mich ist das Schreiben ja auch nur ein Hobby. Ich lebe nicht davon.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?
Nach der Arbeit in der Sparkasse esse ich erst einmal und setze mich dann an das Notebook und schreibe. Das mache ich aber nicht jeden Tag, sondern mal vier Wochen am Stück und dann längere Zeit gar nicht (bzw. nur Überarbeitung).

Wann gilt ein Schreibtag für Dich als gelungen?
Wenn ich mit dem Erreichten zufrieden bin. Beim Schreiben wären das ca. 1.000 – 2.000 Worte an einem Abend und beim Überarbeiten, ein paar Kapitel.

Was tust Du um eine Schreibblockade zu lösen?
Eine Schreibblockade tritt bei mir dann auf, wenn meine Charaktere etwas tun sollen, das nicht zu ihnen passt oder sie nicht wollen. Ich lösche dann meistens 1- x Kapitel weg und schreibe einfach neu. Die Story entwickelt sich dann immer in eine andere Richtung weiter und die „Blockade“ ist gelöst.

Wie verkaufst Du deine Bücher?
Über Amazon und bei Lesungen. Zudem habe ich sie in zwei Buchhandlungen ausliegen, die aber noch kein einziges Exemplar verkauft haben. Liegt vermutlich am recht hohen Preis von 14,99 EUR für das Printexemplar. Aber was soll man tun, wenn die Druckkosten schon bei 14 EUR liegen. 🙂

Wie machst Du auf Deine Werke im Web aufmerksam?
Über meine Webseite (die keiner besucht ^^), über Amazon, über Facebook (in Gruppen vorstellen und eigene Webseite) und zusätzlich habe ich nun Kontakt zu zwei Bloggern. Hoffe, dass das vielleicht auch etwas bringt.

Was wünschst Du Dir von den Lesern?
Dass ihnen mein Buch gefällt und sie es mir dann vielleicht auch mitteilen. Bisher habe ich sehr wenig Feedback bekommen. Rezensionen wären immer sehr schön, aber das machen die Wenigsten. Es wäre klasse, wenn das vielleicht ein paar mehr tun würden. Es motiviert als Autor ungemein und hilft anderen Lesern.

Welche Taste an Deinem PC ist am meisten abgenutzt?
Alle in ähnlichem Zustand, würde ich sagen.

In welchem Genre kann man Deine Werke finden?
Ich schreibe sowohl Endzeit Zombieromane, als auch Low-Fantasy. Weitere Genres wie Science Fiction werden aber auch in Kürze erscheinen. Bin da ziemlich breit aufgestellt.

Welches Genre ist gar nichts für Dich? Und warum?
Liebesromane! Da komme ich gar nicht mit klar. Ich lese sie auch nicht und wüsste gar nicht, wie ich dort eine Story aufziehen sollte. Obwohl ich zudem ein romantischer und humorvoller Vogel bin, kann ich das nicht aufs Papier bringen. Keine Ahnung, wieso.

Wo liegt Deine Vorliebe (Genre) als Leser?
Genau das, was ich auch schreibe: Science Fiction, Fantasy und Zombies.

Was macht für Dich ein wirklich gutes Buch aus?
Spannende Charaktere, gute Story und so wenig Fehler wie möglich darin.

Welche Ratschläge gibst Du jungen Autoren mit auf den Weg?
Hmm … ich habe ja auch erst mein erstes Buch veröffentlicht. Ganz wichtig finde ich aber, dass man als Autor Spaß am Schreiben haben sollte. Schreibt das, was euch zusagt und lasst euch nicht davon abbringen. Zeitgleich solltet ihr aber auch auf Tipps und Hinweise von erfahrenen Autoren hören. Habe schon mehrfach beratungsresistente „Autoren“ in den FB-Gruppen gesehen. Die glauben immer, alles besser zu wissen, als 200 erfahrene Autoren. Also nehmt euch Kritik an, denkt aktiv darüber nach und entscheidet dann, ob ihr es ändert oder nicht.

Planen oder drauf los schreiben?
Auf jeden Fall „einfach drauf los schreiben“! Wenn ich mich an meine Storys setze, dann weiß ich nie, was passiert! Ich weiß nicht, welche Charaktere dort auftauchen werden und wer sie sind. Ich lerne die gesamte Welt und die Charaktere erst während des Schreibens kennen. Sie überraschen mich, machen mich traurig, verweigern sich mir usw. Das macht das Schreiben für mich erst interessant. Wenn ich alles vorher ausarbeite (auch schon versucht), ist die Story für mich tot und langweilig. Dann kann ich sie nicht niederschreiben.

Welche Fehler darf man beim Schreiben auf keinen Fall machen?
Logische Fehler innerhalb der Story (im finalen Exemplar). Und wenn plötzlich Charakter A nicht mehr so heißt, wie am Anfang. Rechtschreib- und Grammatikfehler sollten ebenfalls auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Wie steht Deine Familie zum Schreiben?
Am Anfang wurde ich immer nur belächelt. „Mach was Vernünfitges in deiner Freizeit“. Niemand hatte damit gerechnet, dass ich je ein Buch rausbringen würde. Nach der Veröffentlichung von Rising Death und dem ganzen Aufwand bzgl. des Buchtrailers haben sie ihre Meinung geändert. Inzwischen ist mein Vater stolz auf mich und erzählt viel von meinem Buch. Lesen will er es aber trotzdem nicht … 😉 Meine Verlobte unterstützt mich sehr dabei und motiviert mich, weiter zu machen.

Mit welchem Protagonisten würdest Du nicht auf einer einsamen Insel stranden wollen und warum nicht?
Eindeutig Viktor Mason. Er ist der Protagonist von Rising Death und ein ziemlicher … Mistkerl. Für ihn ist nur wichtig, ob der „Partner“ Vorteile mit sich bringt. Denke, dass ich da schnell das Nachsehen hätte.

Wärst Du gerne einer Deiner Charaktere, wenn ja welcher und warum?
Hmm … wenn dann Aron aus meiner neuen Fantasy Reihe „Sirana“. Er ist ein echter Kerl, guter Kämpfer und Frauenmagnet. Zudem sieht er eben gut aus, hat Humor und findet für fast alle Probleme eine Lösung.

Jetzt darfst Du noch sagen was Du schon immer mal los werden wollten – egal was:
Vielen Dank für das tolle Interview. Es hat mir viel Spaß gemacht. Ich würde mich zudem freuen, wenn ich auf die Weise ein paar neue Leser gewinnen könnte. „Rising Death“ ist bereits verfügbar und der erste Band der „Sirana“-Reihe erscheint vermutlich im ersten Halbjahr 2018. Es sollte also für jeden etwas dabei sein. Über den jeweiligen Stand der Dinge kann man sich auf meiner Webseite http://www.kazek.org jederzeit informieren. Oder ihr folgt mir auf Facebook.

Vielen lieben Dank Dennis für Deine Zeit!
Ich wünsche Dir eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit
und für das kommende Jahr 2018 viele gute Ideen, wie auch viel Erfolg!

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