Das Schwein

20171110_095945Der Autor: Edward Lee
Der Übersetzer: Markus Mäurer
Originaltitel: The Pig
Deutscher Reihentitel:
Deutscher Titel: Das Schwein
Band: Festa Extrem 1
Deutsche Erstausgabe: August 2013
Verlag: Festa Verlag
Genre: Horror & Thriller
ISBN: Privatdruck ohne ISBN

 

Klappentext:
Überlege Dir gut, ob Du die Tür zu Edward Lees Welt wirklich öffnen willst.

Man nehme:

  • einen skrupellosen Pornoproduzenten
  • ein auf Perversitäten spezialisiertes Studio mitten in der Einöde
  • zwei abgefuckte, drogenabhängige Prostituierte
  • dumme, aber liebenswerte Hinterwäldler
  • einen naiven Filmstudenten aus der Großstadt
  • eine sexsüchtige Sektenbraut
  • einen allzeit willigen Schäferhund
  • ein Hausschwein mit besonderen Talenten

Und fertig ist die größte literarische Sauerei des Jahrhunderts.

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Festa Extrem: Nichts für den Buchhandel – aber für Fans.

Richard Laymon: Edward Lee – das ist literarische Körperverletzung!

 

Rezension:
„Das Schwein“ geschrieben von dem Autor Edward Lee ist der erste Band der Festa Extrem Reihe. Die Bücher der Reihe sind in sich abgeschlossen, doch wer einmal festafiziert ist, möchte alle weiteren Bände auch lesen. *grins*

Am Montag habe ich die ersten fünf Bücher der Festa Extrem Reihe per Post erhalten und für mich stand fest, dass ich eines dieser Buchwerke auch diese Woche noch lesen werde. Angefangen habe ich einfach mal bei „Das Schwein“. *zwinker* Für mich hat sich beim Lesen dieses Buches und mit Rückblick auf „Krank“, auch ein Buch aus der Festa Extrem Reihe, eines bestätigt. Ich kann Horror besser lesen, als sehen. Bei Horrorfilmen sitze ich ständig hinterm Kissen und bekomme eigentlich so gut wie nichts vom Film mit. *lach* Doch bei Büchern komme ich mit den Horrorszenen viel besser klar. Es macht mir nicht so viel aus … Geht es Euch da ähnlich? Oder bin nur ich so komisch? *grins*

Die Sprache und Wortwahl ist in diesem Buch leicht zu lesen. Nur, erwartet hier kein anspruchsvolles Buch, sondern eine Story, die von Perversionen, Gewalt und Vergewaltigung getrieben wird. Einige Begriffe muss ich wirklich gestehen, waren mir bis gestern (dort habe ich dieses Buch gelesen) völlig fremd. So musste ich Begriffe wie Snuff und Nekrophilie erst einmal kennenlernen. Doch durch die deutliche und pervers detailreiche Beschreibung der einzelnen Szenen wurde mir dann auch schnell klar, was mit diesen, für mich, fremdartigen Wörtern gemeint ist. Da diese Rezension auch für unter 18 Jährige sichtbar ist, möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht weiter darauf eingehen. Was für mich sehr irritierend war, waren die nicht vorhandenen Kapitel. Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, welches nicht in Kapitel unterteilt war. Normalerweise lese ich ja immer gerne von Unterteilung zu Unterteilung, doch hier musste ich mir nun selbst passende Abschnitte für kurze Pausen suchen. Ganz neue Erfahrung. *lach*

Das Thema des Buches war für mich völlig neu. Ja, im Horrorfilm vielleicht schon mal ansatzweise mitbekommen, aber doch nie wirklich hingeschaut. *haha* Vor allem fackelt der Autor vom Thema her gar nicht lange. Es beginnt zwar noch relativ seicht, doch wird schon direkt zu Anfang klar, dass es von Perversionen nur so strotzt. Ein junger Filmstudent hat eigentlich nur einen großen Traum, er möchte seinen eigenen Film drehen und damit groß rauskommen. Doch ohne die geeigneten Mittel scheint es ein schwieriges Unterfangen zu werden. Somit klaut er sich kurzerhand das Equipment, wie Kamera, Spotts, Schneidemaschine usw., zusammen. Schnell wird Leonard, so heißt der naive Student, gefasst und für einige Monate ins Gefängnis gesteckt. Und in diesem Gefängnis beginnen auch die ersten Vergewaltigungen in seinem Leben. Nach der Freilassung fehlt ihm für seinen eigenen Film immer noch das nötige Geld und somit gerät Leonard in die Fänge der Mafia. Seine Schulden darf er mit dem Filmen von gewalttätigen und perversen Pornos abarbeiten. Und was er da so alles für Filmchen dreht, das darf sich jeder selbst erlesen. Nichts für schwache Nerven!

Der Schreibstil von Edward Lee ist einfach und leicht. Das klingt bei so einem Horrorbuch auch eher komisch. Ne, aber im Ernst, das Buch selbst ist von der Geschichte her nicht sehr anspruchsvoll. Doch die einzelnen Szenen, die Filmchen, welche Leonard dreht und die Edward Lee in diesem Buch bis ins kleinste ekelige Detail beschreibt, die sind nichts für angeschlagene Nerven.

Der Protagonist:
Leonard D’Arava ist wie oben schon gesagt, ein naiver, junger Filmstudent. Aufgewachsen bei seinen Eltern auf einem Bauernhof, mit einem Vater, der sich gerne mal an der eigenen Schweinedame vergriff. Was soll aus so einem Jungen werden? Leonards Lebensweg scheint die Perversionen regelrecht anzuziehen.

Fazit:
Für jeden Horrorfan zu empfehlen! Ekelgarantie!

Bewertung: ****

 

Der Autor:
EDWARD LEE (geboren 1957 in Washington, D. C.). Nach Stationen in der U.S. Army und als Polizist konzentrierte er sich lange Jahre darauf, vom Schreiben leben zu können. Während dieser Zeit arbeitete er als Nachtwächter im Sicherheitsdienst. 1997 konnte er seinen Traum endlich verwirklichen. Er lebt heute in Florida. Er hat mehr als 40 Romane geschrieben, darunter den Horrorthriller Header, der 2009 verfilmt wurde. Er gilt als obszöner Provokateur und führender Autor des Extreme Horror. Bighead wurde das „most disturbing book“ genannt, das jemals veröffentlicht wurde. Mancher Schriftsteller wäre über solch eine Einordnung todunglücklich, doch nicht Edward Lee – er ist stolz drauf.

 

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Weitere Bücher von Edward Lee bei Festa:
1. Haus der bösen Lust
2. Bighead
3. Creekers
4. Flesh Gothic
5. Der Besudler auf der Schwelle
6. Der Teratologe
7. Der Höllenbote
8. Muschelknacker
9. Incubus

 

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