Cassia Cole

Adventskalendertürchen Nummer 07

Name: Cassia Cole

Homepage: www.cassiacole.com

Facebook-Seite: www.facebook.com/cassia.cole.autor

Andere Seiten: Twitter @cassia_cole / Instagram cassia_cole_author

Welches Buch stellst Du mir für den Adventskalender zur Verfügung?
Für den Adventskalender stelle ich dir ein Exemplar meines Debütromans ‚Ashcandras Ruf‘ zur Verfügung. (Amazon)

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Interview

Beschreibe Dich bitte in fünf Wörtern.
Klugscheißerin, Organisationstalent, Möchtegern-Erfinderin-Auch-Wenn-Es-Alles-Erfundene-Schon-Gibt, Serienliebhaberin, Meerschweinchenmama

Beschreibe das von Dir zur Verfügung gestellte Buch in drei Sätzen.
Wie weit muss ein Mensch gehen, um die, die er liebt, zu beschützen? Eine rasante Mischung aus High School-Liebesdreieck und Urban Fantasy voller überraschender Wendepunkte. The Vampire Diaries meets The Magicians meets Die Chroniken von Narnia.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Geschichten?
Es ist ganz oft so, dass mir plötzliche eine einzelne Szene im Kopf herumschwirrt. Diese Szene spiele ich dann immer und immer wieder gedanklich ab, bis ich sehe, was als nächstes geschieht.

Woher weißt Du wie Du eine Geschichte am besten aufbauen kannst?
Vermutlich weiß ich das gar nicht wirklich, denn sonst hätte meine liebe Lektorin Alexandra Fauth nicht so viel zu tun gehabt 🙂 Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich die Geschichte von Anfang schreiben muss. Obwohl ich oft Szenen im Kopf habe, die erst viel später in der Handlung stattfinden, schreibe ich sie nie auf. Wer weiß schon, wohin sich meine Charaktere letztendlich entwickeln?

Was macht eine Geschichte lebhaft?
Definitiv die Charaktere selbst und alles – jede Eigenschaft, jeder Charakterzug – die der Autor ihnen mit auf den Weg gibt. Oft werden diese Charaktere schon während des Schreibprozesses lebendig und bestimmen das Handlungsgeschehen ein Stück weit selbst.

Wie transportierst Du Gefühle und Stimmungen?
Ich überlege mir immer: Was würde ich in dieser Situation tun? Wie würde ich handeln? Was würde ich sagen? Ich glaube, nichts transportiert Gefühle und Stimmung besser, als eigene – tatsächlich menschliche – Erfahrungen und Reaktionen mit denen sich die Leser identifizieren können.

Wie bekommt man einen persönlichen Schreibstil?
Jeder Mensch besitzt seinen eigenen Schreibstil, so wie jeder Mensch seine eigene Handschrift hat. Wenn man einmal das Schreiben beigebracht bekommen hat, kann man Schreibstil nicht erlernen sondern nur verbessern oder verändern. Persönlich halte ich es so, dass ich während einer Schreibphase nicht lese. Viele Autoren schreiben so wunderschön und ich befürchte, dass ich mir unbewusst ein wenig des Schreibstils aneignen könnte.

Wie lange brauchst Du für die Herstellung eines eigenen Buches?
Das ist ganz unterschiedlich. Bis die Rohfassung von Ashcandras Ruf fertig war, hat es ungefähr neun Monate gedauert. Für den zweiten Teil, Ashcandras Macht, habe ich weitere sechs Monate gebraucht. Viele Ideen, auch die, für den nächsten Roman, existieren jedoch schon lange vor Schreibbeginn im Kopf.

Wieso schreibst und publizierst Du Bücher und/oder eBooks?
Ich schreibe Bücher, weil ich es schön finde, die Leser die Welt durch meine Augen sehen zu lassen, sie, sofern ich alles richtig gemacht habe, sogar fühlen zu lassen, was die Protagonisten gerade fühlen. Wenn die Geschichte nicht im Kopf lebendig wird, ja wo denn dann? Und weshalb ich Bücher publiziere? Weil die wunderbare Andrea el Gato an mich und mein Manuskript geglaubt hat und mir diese Chance gegeben hat.

Was gefällt Dir am Beruf des Autors?
Am meisten gefällt mir, alles sein zu können, was man schon immer sein wollte. Es gibt keine Grenzen – nur die, die wir Autoren uns schreiben.

Findet man Dich in Autorenforen? Wenn ja, in welchen?
Seit einigen Wochen bin ich bei Lovelybooks zu finden.

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht?
Ich würde gerne behaupten, es war der Traum vom Schreiben, aber eigentlich war es meine Deutschlehrerin. Wir mussten in der zehnten Klasse eine Grabrede für Kattrin aus Brechts ‚Mutter Courage und ihre Kinder‘ schreiben. Seitdem wusste ich, dass es das war, was ich werden wollte – Schriftstellerin.

Wenn Du nicht schreiben könntest, wie würdest Du Dich anderweitig (kreativ) ausleben?
Da ich bei anderen Dingen überhaupt nicht kreativ bin, würde ich vermutlich verzweifelt mit einer Axt auf einem Baumstumpf herumhämmern und hoffen, dass irgendwann mal etwas schönes darauf wird. Lustigerweise habe ich mich aber tatsächlich irgendwann im Malen versucht. Als das Ergebnis mit dem Pinsel einfach gruselig aussah, habe ich die Hände mit Farbe beschmiert und gemalt. Daraus ist tatsächlich etwas entstanden, das man mit viel Phantasie als Elfe mit Schwert (wahlweise auch drittem Flügel) erkennen könnte. Dieses „Meisterwerk“ können interessierte Kunstkenner übrigens auf meinem Instagram-Account bewundern 🙂

Welche Medien durchforstest Du vor dem Buch schreiben?
Für den neuen Roman musste ich mich vorher tatsächlich über eine Krankheit informieren, was für mich als kleiner Hypochonder schon eine immense Herausforderung war. Ansonsten habe ich vor dem Schreiben nie recherchiert.

Wie gemütlich ist Dein Schreibtisch eingerichtet?
Ich habe gar keinen festen Schreibplatz ;(

Gibt es für Dich einen perfekten Schreibort?
Leider nicht. Gäbe es ihn, wäre so vieles einfacher 😉 Da ich jedoch am liebsten unter Zeitdruck schreibe, mag ich es, in den Pausen auf der Arbeit zu schreiben, oder wenn ich mit meiner Tochter in einem Indoorspielplatz bin oder während ihres Trainings im Aufenthaltsraum warte. An diesen Orten weiß ich immer, dass ich gleich wieder gehen muss und plötzlich läuft alles wie am Schnürchen (Oh mein Gott, nennt man so etwas schon Splin? 😀 )

In welchen Situationen könntest Du gar nicht schreiben?
Ich kann überhaupt nicht schreiben, wenn mir langweilig ist und ich alle Zeit der Welt zum Schreiben hätte. Dann fallen mir tausend andere Dinge ein, die ich in dem Moment tun könnte.

Wie gehst Du mit Rückschlägen um?
Ich weine, stampfe mit den Füßen, bin wütend und traurig, lasse mich trösten und mir gut zureden, beruhige mich, analysiere meine Fehler und mache weiter (aber dieses Mal richtig). Das ist alles einfacher gesagt als getan, ich weiß. Trotzdem wird es im Leben nie immer nur geradeaus gehen. Rückschläge gehören dazu; wir müssen nur lernen, gestärkt aus ihnen hervorzugehen und nicht aufzugeben.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?
Da ich nicht hauptberuflich Schriftstellerin bin, sieht mein Arbeitsalltag wie bei jedem Arbeitnehmer aus. Ansonsten steht meine Tochter und mein Mann natürlich an erster Stelle und wenn ich Zeit finde (und die beiden mich nicht in den Wahnsinn getrieben haben), widme ich mich meiner Passion, dem Schreiben.

Wann gilt ein Schreibtag für Dich als gelungen?
So etwas gibt es bei mir nicht. Ich setzte mich grundsätzlich nicht unter Druck, setzte mir keine utopischen Ziele (mindestens zehn Seiten am Tag schreiben, etc.), durch die ich nur deprimiert bin, wenn ich sie sowieso nicht erreiche. Schreiben soll in erster Linie Spaß machen. Solange ich nicht meinen Lebensunterhalt damit bestreiten kann, muss ich mich leider erst voll und ganz auf andere Dinge konzentrieren.

Was tust Du um eine Schreibblockade zu lösen?
Warten. Mehr als das kann ich erfahrungsgemäß nicht tun. Meine letzte Schreibblockade hat sechs Jahre gedauert. Aber ich glaube, dass ein wenig Zuspruch oder ein Erfolgserlebnis immer guttut und helfen kann, aus dem Loch herauszukommen.

Wie verkaufst Du deine Bücher?
Meine Bücher sind über alle geläufigen Plattformen zu erwerben (das große A) aber auch über jede Buchhandlung. Die Homepage des Verlagshaus el Gato hat zum Beispiel einen eigenen Shop. Ihr könnt aber auch ein signiertes Exemplar über mich beziehen.

Wie machst Du auf Deine Werke im Web aufmerksam?
Das Marketing fällt mir tatsächlich am schwierigsten. Aus so vielen tollen Büchern herauszustechen ist beinahe unmöglich – vor allem, wenn niemand einen kennt. Trotzdem veranstalte ich Gewinnspiele, poste sowohl auf auf Facebook, Instagram und Twitter, halte die Website aktuell, nehme an Events wie diesem Adventskalender teil und versuche, dass du Menschen mich und meinen Roman kennenlernen und auch merken. Am wichtigsten sind jedoch die Rezensionen der Leserschaft, die uns Autoren am meisten nützen.

Was wünschst Du Dir von den Lesern?
Von den Lesern wünsche ich mir, dass sie Rezensionen auf Amazon, ihrem Blog oder beispielsweise Lovelybooks schreiben. Es muss natürlich nichts Ausführliches sein, aber jede Meinung unterstützt den Autor.

Welche Taste an Deinem PC ist am meisten abgenutzt?
W D S A 😉

In welchem Genre kann man Deine Werke finden?
Ashcandras Ruf ist dem Genre Romance Fantasy zuzuordnen.

Welches Genre ist gar nichts für Dich? Und warum?
Ich könnte niemals einen Krimi, einen Thriller oder Horror schreiben. Über manche Dinge möchte ich nicht phantasieren. Deshalb bewundere ich die AutorInnen, die diese Genre bedienen, umso mehr.

Wo liegt Deine Vorliebe (Genre) als Leser?
Ich mag greifbare Dystopien – also alles, von dem ich denke, dass es nicht zu weit hergeholt und tatsächlich möglich ist. Meine andere Liebe gilt den romantischen Geschichten, bei denen ruhig geschmunzelt und/oder das eine oder andere Tränchen verdrückt werden darf.

Was macht für Dich ein wirklich gutes Buch aus?
Ein gutes Buch macht für mich aus, wenn ich eine Woche nach Beendigung noch den Titel kenne. Ich meine damit, dass es mich nicht so schnell loslassen darf und mich vielleicht sogar etwas gelehrt hat.

Welche Ratschläge gibst Du jungen Autoren mit auf den Weg?
Ihr dürft niemals aufgeben an Euch und Euren Traum vom eigenen Buch zu glauben! Niemals, niemals, niemals.

Planen oder drauf los schreiben?
Drauf los schreiben und sehen, wie es sich entwickelt.

Welche Fehler darf man beim Schreiben auf keinen Fall machen?
Den Fehler, sich keinerlei Notizen zu machen *hust* Das fängt übrigens schon bei der Haarfarbe und der Haarstruktur an.

Wie steht Deine Familie zum Schreiben?
Meine Tochter ist natürlich ganz stolz auf mich. Ansonsten bringen beide relativ viel Verständnis dafür auf, wenn die Küchentür mal geschlossen ist.

Mit welchem Protagonisten würdest Du nicht auf einer einsamen Insel stranden wollen und warum nicht?
Von meinen eigenen? Dann würde ich wohl Seth nehmen, denn den finde ich selbst ziemlich heiß. Vermutlich gäbe es dann aber eine gewisse Diskrepanz zwischen meinem Mann und ihm. Falls nicht, soll Seth schnell ins Gepäck hüpfen. Ansonsten würde ich mich für Christian Grey und Konsorten entscheiden, denn diesen Schlag von Typen finde ich persönlich absolut widerlich.

Wärst Du gerne einer Deiner Charaktere, wenn ja welcher und warum?
Ach, das muss ich gar nicht wollen, denn ich bin sie. Ich bin sowohl Nessaia als auch Seth, Nathanael und sogar die böse Eliza. In jedem von ihnen steckt auch immer ein Teil von mir. Sie agieren, reden und fühlen wie ich.

Jetzt darfst Du noch sagen was Du schon immer mal los werden wollten – egal was:
Mein lieber Ehemann, Metal ist auch Musik! Allen Lesern möchte ich sagen, dass Ihr der Grund seid, weshalb wir schreiben. Danke, dass es Euch gibt und Ihr uns zu einem Teil von Eurem Leben macht.

Vielen lieben Dank Cassia für Deine Zeit!
Ich wünsche Dir eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit
und für das kommende Jahr 2018 viele gute Ideen, wie auch viel Erfolg!

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