Aurelia Velten im Interview

15241177_1735474183441289_2877740268639965868_nAdventskalendertürchen Nummer 16

Name: Aurelia Velten

Homepage:

Facebook-Seite: www.facebook.com/aurelia.velten/

Welches Buch stellst Du mir für den Adventskalender zur Verfügung?
„Heil mich, wenn du kannst: Michael“ (Amazon) mit Goodies.

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Interview

Beschreibe Dich bitte in fünf Wörtern.
Verplant, humorvoll, emotional, impulsiv, ehrgeizig.

Beschreibe das von Dir zur Verfügung gestellte Buch in drei Sätzen.
Die weibliche Protagonistin Honey-Blue Oh ist eine absolute Frohnatur, sodass es viel zu lachen gibt. Ihr Gegenstück Timothy Gray steht im Kontrast dazu – ein sehr mürrischer, zurückgezogener Mann, der eindeutig mehr Sonnenschein in seinem Leben braucht. Die Geschichte der beiden ist lustig und traurig zugleich, zeigt aber auch, dass man sich nicht verbiegen muss, um geliebt zu werden.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Geschichten?
Von überall her, aber alles beginnt mit einem Gefühl. Manchmal kann mich ein Liedtext oder nur die Melodie traurig stimmen, ein eigenes Erlebnis belustigt mich, usw. Daraus entsteht dann etwas völlig Neues. D.h. die geschriebene Szene entspricht nicht dem tatsächlichen Erlebnis, spielt sich jedoch auf der gleichen Gefühlsebene ab.

Woher weißt Du wie Du eine Geschichte am besten aufbauen kannst?
Oje, da muss ich wohl enttäuschen. Schreiben ist für mich hoch emotional, dabei denke ich nicht wirklich. Der Aufbau der Geschichte geschieht einfach. Viele Autoren scherzen, dass ihre Protagonisten immer machen, was sie wollen – zu den Autoren gehöre ich auch.

Was macht eine Geschichte lebhaft?
Emotionen. Ich selbst bewundere da Kresley Cole – alles, was sie schreibt ist derart intensiv, dass man es selbst zu mitzuerleben glaubt.

Wie transportierst Du Gefühle und Stimmungen?
Man schreibt meist nicht, dass jemand aufgeregt ist, sondern eher, dass die Hände zitterten oder sich der Atem beschleunigte. Gefühle und Stimmungen werden so viel greifbarer.

Wie bekommt man einen persönlichen Schreibstil?
Das ist etwas, das von alleine durch Übung passiert. Jeder hat bestimmte Wörter oder Floskeln, die man häufiger benutzt. Die einen verwenden viele Adjektive, die anderen nicht. Kurze oder lange Sätze … alles Vorlieben beim Schreiben.

Wie lange brauchst Du für die Herstellung eines eigenen Buches?
Das kommt ganz darauf an. Angenommen ich fahre in die Berge und bin dort völlig isoliert von allen anderen, dann schaffe ich ein 500-Seiten-Buch in zwei Wochen. Das ist dann aber die Rohfassung, dann bräuchte ich noch eine Woche, um es selbst Korrektur zu lesen, bevor es dann an die Korrektorin, die Testleser usw. geht. In der Realität befinde ich mich natürlich nicht irgendwo in den Bergen, daher braucht alles viel länger. Bis alles fertig ist, braucht es ca. 4-5 Monate.

Wieso schreibst und publizierst Du Bücher und/oder eBooks?
Ich schreibe, weil ich es muss. Das klingt vielleicht komisch, aber wenn ich die Gefühle und Szenen nicht auf Papier und aus mir heraus bringe, werde ich ganz unruhig. Das ist ein wirklich unschönes Gefühl. Das Publizieren fing nur als Versuch im Januar 2015 an, das Buch hatte ich sozusagen in der Schublade, nachdem es gut ankam, habe ich die restlichen Bücher auch noch aus der Schublade geholt. Und wenn ich jetzt neue Bücher fertigstelle, veröffentliche ich sie gleich, weil meine Leser meist schon ungeduldig nach dem nächsten Band fragen – was mich natürlich freut.

Was gefällt Dir am Beruf des Autors?
Schreiben ist meine absolute Leidenschaft, also gefällt mir die Buchherstellung an sich, zudem liebe ich den Kontakt mit den Lesern. Rückmeldungen zu bekommen, zu hören, dass ein Buch berührt hat, das ist für mich eines der schönsten Dinge überhaupt.

Findet man Dich in Autorenforen? Wenn ja, in welchen?
Gerade in Facebook gibt es viele Autorengruppen, dort bin ich in einigen unterwegs. Mit ein paar Liebesroman-Kollegen gemeinsam habe ich die Gruppe HEARTBEATautoren für unsere Leser gegründet, um den Austausch zu erleichtern.

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht?
Da kann ich keinen Grund benennen, die Geschichten waren einfach da.

Wenn Du nicht schreiben könntest, wie würdest Du Dich anderweitig (kreativ) ausleben?
Ich male auch sehr gern – nur schwarz-weiß-Zeichnungen mit Bleistift, am liebsten Portraits.

Welche Medien durchforstest Du vor dem Buch schreiben?
Zu Recherche-Zwecken? Ganz unterschiedlich. Zu meinem 5. Buch habe ich einerseits Blogs von Krebspatienten gelesen, andrerseits mit Krebspatienten telefoniert (der Kontakt wurde über Selbsthilfegruppen hergestellt) und mich mit Ärzten sowie Krankenschwestern ausgetauscht. Für ein anderes Projekt habe ich auch ganz altmodisch in Büchern recherchiert.

Wie gemütlich ist Dein Schreibtisch eingerichtet?
Ungemütlich. Leider habe ich immer noch keinen guten Schreibtischstuhl gefunden und bekomme oft Rückenschmerzen. Dafür gibt es aber immer etwas zu Naschen in Reichweite.

Gibt es für Dich einen perfekten Schreibort?
Das wäre dann der oben erwähnte Ort in völliger Isolation – entweder in den Bergen, weil ich den Ausblick liebe, oder am Meer, denn das Geräusch von Wellen ist einfach wunderschön und beruhigend.

In welchen Situationen könntest Du gar nicht schreiben?
Bei Stress, das ist mein Muse-Killer hoch zehn.

Wie gehst Du mit Rückschlägen um?
Tatsächlich bin ich da recht zweigeteilt. Zum einen denke ich Stunden darüber nach, sodass es mich sehr mitnimmt (was natürlich nicht hilfreich ist). Zum anderen versuche ich, es sozusagen im Hinterkopf zu vergraben, ziehe daraus Tipps, und gehe gleich das nächste Projekt an, um es diesmal besser zu machen.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?
Das ist für jeden unterschiedlich. Weil ich so chaotisch bin und bei mir familiär immer sehr viel los ist, habe ich nicht einmal eine Routine.

Wann gilt ein Schreibtag für Dich als gelungen?
Wenn ich eine Szene mit einem zufriedenen Gefühl im Bauch beende.

Was tust Du um eine Schreibblockade zu lösen?
Abwarten, bis der Alltagsstress aufhört, dann ist auch die Schreibblockade wieder weg.

Wie verkaufst Du deine Bücher?
Per Verlag.

Wie machst Du auf Deine Werke im Web aufmerksam?
Über meine Website (z.B. per Newsletter), über meine Facebook- und Twitterseite, über diverse Büchergruppen und in Zusammenarbeit mit sehr engagierten Buchbloggern.

Was wünschst Du Dir von den Lesern?
Eigentlich bin ich total glücklich mit meinen Lesern – ich bekomme total liebe Nachrichten oder Rezensionen, über die ich mich immer sehr, sehr freue. Wenn ich etwas nennen muss – die Leser könnten, falls ihnen das Buch gefallen hat, es mit ihren Freunden teilen. Also beispielsweise in einer Facebook-Büchergruppe oder auf ihrem privaten Profil von ihrer aktuellen Lektüre berichten.

Welche Taste an Deinem PC ist am meisten abgenutzt?
Ha, das sind so viele, dass ich mir für meinen Stand-PC eine neue Tastatur kaufen musste und auf meinem Laptop die Buchstaben-Tasten mit Aufklebern neu beschriftet habe. Ich glaube aber, die N-Taste nutzt sich immer zuerst ab.

In welchem Genre kann man Deine Werke finden?
Liebesromane und bald hoffentlich auch Paranormal Romance/Romantasy und Fantasy.

Welches Genre ist gar nichts für Dich? Und warum?
Eigentlich wollte ich sagen Science Fiction und Thriller, aber dann fiel mir ein, dass ich „der Schwarm“ geliebt habe, was auf beide dieser Genres passt. Insofern: Wenn das Buch gut ist, kann es mich auch überzeugen, wenn es nicht zu meinem Lieblingsgenre gehört. An sich lese ich Krimis oder Thriller nicht sehr gern, weil ich sie meistens durchschaue. Bei Liebesromanen weiß ich natürlich auch, dass das Paar am Ende zusammenkommt, aber da ist die Lesemotivation auch eine andere. Thriller lese ich, weil ich gespannt darauf sein will, was als nächstes passiert. Liebesromane, weil sie glücklich machen.

Wo liegt Deine Vorliebe (Genre) als Leser?
Liebesromane (besonders die Untergenres Sports und Dark Romance), Paranormal Romance und Fantasy.

Was macht für Dich ein wirklich gutes Buch aus?
Es muss mich mitreißen – auf die oben erwähnte Intensität kommt es mir hier an. Wenn man laut auflacht, oder ein paar Tränen vergießt, dann hat der Autor alles richtig gemacht.

Welche Ratschläge gibst Du jungen Autoren mit auf den Weg?
Nicht aufgeben. Ich weiß, wie schwer es ist, aber selbst wenn man zwanzig Seiten wieder wegwirft, trotzdem versuchen, immer wenigstens etwas zu schreiben. Denn dann kommt man irgendwann in einen Schreibfluss.

Planen oder drauf los schreiben?
Da entwickle ich mich noch. Früher war es drauflos schreiben, mittlerweile plotte ich sogar ein bisschen.

Welche Fehler darf man beim Schreiben auf keinen Fall machen?
Persönlich hasse ich unsympathische Charaktere. Wenn man als Leser die Protagonisten nicht mag, dann will man das ganze Buch oft nicht zu Ende lesen, oder?

Wie steht Deine Familie zum Schreiben?
Sie unterstützen mich sehr.

Mit welchem Protagonisten würdest Du nicht auf einer einsamen Insel stranden wollen und warum nicht?
Oh, das ist schwer, weil ich meine Protagonisten alle sehr gern habe und ich denke, dass ich mit jedem von ihnen einen Plan entwickeln könnte, uns gemeinsam von der Insel zu retten.

Wärst Du gerne einer Deiner Charaktere, wenn ja welcher und warum?
Können wir die Frage ändern und ich darf von jedem ein Stückchen abschneiden? Dann nehme ich von Trent Hastings die Abenteuerlust (denn oft finde ich mich nicht mutig genug), von Javier Zamora das Durchsetzungsvermögen, von Amber Johnson die Ruhe, usw.

Jetzt darfst Du noch sagen was Du schon immer mal los werden wollten – egal was:
Ich bin dankbar! Das kann ich nicht oft genug sagen. Seit meinem ersten Buch sind jetzt fast 2 Jahre um und was alles in der Zeit passiert ist, kann ich kaum glauben. Danke an meine lieben, unglaublich tollen Leser für die Unterstützung, für die Mails, für die Kommentare auf Facebook, für die Treue und ja, auch für die Ungeduld. Ihr motiviert mich, ihr macht mich glücklich und oft auch erstaunt. Danke, danke, danke für all das!

Vielen lieben Dank Aurelia für Deine Zeit!
Ich wünsche Dir eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit
und für das kommende Jahr 2017 viele gute Ideen, wie auch viel Erfolg!

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16 Kommentare zu „Aurelia Velten im Interview

  1. Ganz tolles Interview und es macht super viel Lust auf das Buch. Vielen lieben Dank für die Chance auf so einen tollen Gewinn und die Mühe.
    Lieben Gruß Tina Jacobsen

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  2. Das sechzehnte Türchen geht an: Nadine Escher. Herzlichen Glückwunsch liebe Nadine. Aurelia Velten würde sich sicher über eine Rückmeldung freuen. 😉 Melde dich doch bitte kurz Zwecks Versandadresse. Danke. 😊

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