Ann-Kathrin Karschnick

annkathrin_karschnickAdventskalendertürchen Nummer 06

Name: Ann-Kathrin Karschnick

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Welches Buch stellst Du mir für den Adventskalender zur Verfügung?
Der Fluchsammler (Amazon)

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Interview

Beschreibe Dich bitte in fünf Wörtern.
Extrovertiert, pragmatisch, harmonisch, verrückt, familiär.

Beschreibe das von Dir zur Verfügung gestellte Buch in drei Sätzen.
Der Fluchsammler ist ein Myster-Romance-Titel, in dem es spannend und ein wenig romantisch zugeht. Vincent ist Fluchsammler und muss für die Hexe Magda verfluchte Personen finden. Sein letzter Auftrag führt ihn zu Elisabeth, die von einem bösartigen Hexer verflucht wurde.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Geschichten?
Gute Frage. Eigentlich von überall her. Musik, Filme, Serien, Gespräche mit Menschen. Als Beispiel: Ich habe gerade eine Dokumentation über Erdmännchen in der Kalahari gesehen und habe daraus eine Idee ihrer Familienplanung übernommen. 😉

Woher weißt Du wie Du eine Geschichte am besten aufbauen kannst?
Erfahrung und Intuition. Da ich schon seit einigen Jahren schreibe, weiß ich, wie man einen Spannungsbogen aufbaut, wie man die Figuren an den Abgrund treibt und wie man den Leser einfangen kann. Und die Intuition ist dann während des Schreibens dabei, um mir spontane böse Aktionen gegen meine Figuren einzureden.

Was macht eine Geschichte lebhaft?
Das ist für jeden Leser anders. Bei dem einen sind es die Figuren, die eine Geschichte tragen. Für andere muss die Geschichte in sich stimmig sein. Ich finde eine gesunde Mischung aus beidem gut zu lesen.

Wie transportierst Du Gefühle und Stimmungen?
Durch die Dialoge der Figuren. Das ist ein schwieriges Unterfangen, da man auch über das nicht gesagte viel ausdrücken kann.

Wie bekommt man einen persönlichen Schreibstil?
Puh, schwere Frage. Ich glaube, man hat einfach eine bestimmte Art, sich auszudrücken. Bei mir ist es eine Art cineastischer Stil. Ich überlasse dem Leser einiges an Interpretationen.

Wie lange brauchst Du für die Herstellung eines eigenen Buches?
Meist etwa 2-3 Monate fürs Schreiben und überarbeiten. Früher war ich etwas schneller, aber mein junges Räuberkind möchte auch etwas Aufmerksamkeit haben. 😉

Wieso schreibst und publizierst Du Bücher und/oder eBooks?
Weil ich einfach so viele Ideen im Kopf habe, die ich sonst ständig mit mir herumtragen würde. Durch das Schreiben kann ich diese Ideen in ein Gefäß packen und aus dem Kopf schreiben.

Was gefällt Dir am Beruf des Autors?
Die Möglichkeit, vom Leser direkt eine Rückmeldung zu erhalten. Und die eigene Zeiteinteilung. Es hängt zwar viel von den Deadlines ab, aber man kann auch einfach mal einen Tag frei machen, wenn etwas mit der Familie anliegt. Man holt es dann einfach in den nächsten Tagen wieder auf.

Findet man Dich in Autorenforen? Wenn ja, in welchen?
Ja, ich bin im Autorenforum Tintenzirkel aktiv.

Wer oder was hat Dich zum Schreiben gebracht?
Das war eine Mischung aus Langeweile und einem Roman von Mary H. Herbert. Angefangen zu schreiben habe ich, weil ich Hausarrest bekommen habe. Nach zwei Tagen hatte ich nichts mehr zu lesen, aber eine Schreibmaschine im Jugendzimmer. Also fing ich an. Und mit der Phantastik fing ich an, weil ich den Roman „Die letzte Zauberin“ gelesen habe und absolut begeistert gewesen war.

Wenn Du nicht schreiben könntest, wie würdest Du Dich anderweitig (kreativ) ausleben?
Vermutlich würde ich Events organisieren. Außergewöhnliche Parties zu bestimmten Themen. Oder kreative Geschenkideen entwickeln.

Welche Medien durchforstest Du vor dem Buch schreiben?
Oh, das ist ganz unterschiedlich. Meistens Wikipedia oder Spezialseiten, die das Thema behandeln. Manchmal auch Bücher oder ganz altmodisch die direkte Variante bei Personen, die Ahnung von dem Thema haben.

Wie gemütlich ist Dein Schreibtisch eingerichtet?
Der ist ideal für mich. Eine Kuscheldecke über der Stuhllehne. Ein Kissen auf der Zwischenebene meines Tischs, damit ich die Füße mal hochlegen kann. Dazu noch diverse Gimmicks, mit denen ich mich wohl fühle und die mich inspirieren.

Gibt es für Dich einen perfekten Schreibort?
Abgesehen vom Schreibtisch, ist ein Café oder die Bahn ideal für mich. Solange es dort kein WLAN gibt. 😉

In welchen Situationen könntest Du gar nicht schreiben?
Wenn ich emotional angeschlagen bin. Durch einen Verlust oder durch eine schwierige familiäre Situation.

Wie gehst Du mit Rückschlägen um?
Ich bin ein seeeehr positiv denkender Mensch. Wenn mich etwas runterzieht, dann bin ich meistens ein paar Stunden, im schlimmsten Fall ein oder zwei Tage außer Gefecht gesetzt, bis ich mich wieder in den Sattel schwinge und weitermache. Die meisten Rückschläge sind für mich nur eine Herausforderung, mich zu verbessern.

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?
Ich kann sagen, wie er bei mir aussieht. Ich stehe morgens mit meinem Räuberkind auf und kümmere mich um sie, mache Hausarbeit. Sobald sie dann Mittagsschlaf hält, setze ich mich an den Rechner und arbeite konzentriert zwei Stunden. Nachmittags treffe ich mich mit Freunden, Familie, fahre Einkaufen oder habe Termine. Am Abend, wenn meine Tochter dann wieder schläft, geht es in die nächste Runde, um zu schreiben oder Interviews zu beantworten. 😉

Wann gilt ein Schreibtag für Dich als gelungen?
Wenn ich wenigstens 10 Seiten geschafft habe oder viel Kleinkram erledigt habe.

Was tust Du um eine Schreibblockade zu lösen?
Ich glaube nicht an Schreibblockaden. Ich denke, dass die meisten Blockkaden durch äußere Einflüsse beeinflusst sind. Es liegt nicht an der Unkreativität, die ein Autor in dem Moment hat. Sondern am Perfektionismus. Viele Autoren hängen sich an einem Satz oder einem Absatz auf, kommen nicht weiter, weil es ihnen nicht gefällt. Wenn mir etwas nicht gefällt, markiere ich den Absatz für die Überarbeitung und schreibe weiter.

Wie verkaufst Du deine Bücher?
Über den Verlag und auf Messen. Es gibt sie sowohl als Print, als auch als ebook.

Wie machst Du auf Deine Werke im Web aufmerksam?
Ich habe eine Facebookseite und erzähle auf Instagram etwas von meinen Romanen. Dazu macht der Verlag Werbung.

Was wünschst Du Dir von den Lesern?
Ich würde mir wünschen, dass die Leser gerne Rückmeldungen in Form von Rezensionen geben. Damit kann der Autor erfahren, was gut ankommt, was nicht ankommt und was verbessert werden kann oder gleich bleiben sollte.

Welche Taste an Deinem PC ist am meisten abgenutzt?
Das ist der Buchstabe N.

In welchem Genre kann man Deine Werke finden?
Hauptsächlich in der Phantastik.

Welches Genre ist gar nichts für Dich? Und warum?
Das habe ich bisher noch nicht ergründet. Ich habe noch keines gefunden, das mir nicht gefällt. Allerdings habe ich auch noch nicht alle ausprobiert.

Wo liegt Deine Vorliebe (Genre) als Leser?
Auch in der Phantastik.

Was macht für Dich ein wirklich gutes Buch aus?
Spannung, eine kreative Hintergrundgeschichte und liebevoll gezeichnete Nebencharaktere.

Welche Ratschläge gibst Du jungen Autoren mit auf den Weg?
Ich empfehle immer viel Geduld. Sowohl mit dem eigenen Schreiben, als auch mit der Verlagswelt. Findet eure eigene Stimme, damit ihr ein Alleinstellungsmerkmal habt. Ansonsten jeden Tag schreiben. Und wenn es nur ein paar hundert Wörter sind.

Planen oder drauf los schreiben?
Planen. Inzwischen. Früher drauf losschreiben.

Welche Fehler darf man beim Schreiben auf keinen Fall machen?
Da gibt es so viele, die kann ich alle gar nicht aufzählen. Der wichtigste ist wohl: Nicht kopieren. Jeder sollte seine eigenen Ideen finden und umsetzen.

Wie steht Deine Familie zum Schreiben?
Die steht voll und ganz hinter mir. Mein Mann unterstützt mich so gut er kann, indem er nach der Arbeit abends die Kleine auch mal übernimmt. Und meine Mutter passt manchmal auf das Räuberkind auf, wenn eine Deadline näherrückt.

Mit welchem Protagonisten würdest Du nicht auf einer einsamen Insel stranden wollen und warum nicht?
Mit Joffrey Baratheon aus GoT. Der würde mich erst quälen und wenn er kein Essen mehr hat, vermutlich umbringen.

Wärst Du gerne einer Deiner Charaktere, wenn ja welcher und warum?
Lieber nicht. Ich weiß, was ich ihnen angetan habe und das will ich lieber nicht erleben. 😉

Jetzt darfst Du noch sagen was Du schon immer mal los werden wollten – egal was:
Vielen Dank an alle, die mich beim Schreiben unterstützen. Ohne euch wären all diese Geschichten nicht möglich. Damit meine ich nicht nur meine Familie und Freunde, sondern auch alle Blogger und Leser, die mit mir zusammenarbeiten.

Vielen lieben Dank Ann-Kathrin für Deine Zeit!
Ich wünsche Dir eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit
und für das kommende Jahr 2018 viele gute Ideen, wie auch viel Erfolg!

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