Gastrezension: Bluthund von Julia Lalena Stöcken

Guten Morgen ihr Lieben,
heute habe ich eine ganz tolle Gastrezension von der lieben Christina für Euch. Sie hat das Buch Bluthund von Julia Lalena Stöcken für Euch gelesen und rezensiert. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieser Rezension und ich möchte ein ganz liebes Dankeschön an Christina aussprechen!

Nun geht aber schnell lesen … es lohnt sich seeeeehr! *love*Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende … feiert ihr gerade auch Karneval? *grins* Bei uns geht in den Nachbarstädten die Lutzi ab. *lach*

Bis später, Eure Rebi


Gastrezension von Christina:

Autorin: Julia Lalena Stöcken
Verlag: Eisermann Verlag
Genre: Historischer Roman
Reihentitel: Hlew-Reihe
Band: 1/2
ISBN: 978-3-946172-58-1

Klappentext:
„Eine Entscheidung, die nur den Tod hervorbringen wird.“
Sussex im Jahr 811: Die junge Cynuise soll dem Herrn von Hlew versprochen werden, doch am Tag ihrer Verlobung erfährt sie, dass ihr totgeglaubter Bruder Cuthwulf noch am Leben ist. Er braucht dringend ihre Hilfe, denn er hat einen dänischen Plünderer gefangen und seine Schwester spricht die Sprache der Nordmänner. Cynuise trifft eine folgenschwere Entscheidung und verlässt noch in der selben Nacht das Gut ihres Vaters, um sich auf den Weg zu Cuthwulf zu machen. Sie ahnt nicht, dass ihr Verlobter ihr bereits dicht auf den Fersen ist. Und er ist nicht der Einzige, der ein Interesse an Cynuise ist.

Rezension:
Bluthund ist Teil 1 der Hlew-Reihe. Es ist ein historischer Roman, der eine Geschichte aus der Zeit des Mittelalters erzählt.
Anfang des Jahres fragte mich Rebi, ob ich dieses Buch lesen möchte, da die Autorin Julia Lalena Stöcken noch ein Exemplar hatte. Und da Rebi weiß, dass ich sehr gerne historische Romane lese, hat sie dann direkt an mich gedacht. Danke dafür!!!

Das Thema:
In diesem Buch geht es um eine junge Frau, die in der Zeit des Mittelalters in England lebt und verheiratet werden soll. Da sie aber frei sein will und ihren eigenen Willen behalten will, flüchtet sie zu ihrem Bruder. Cynuise erlebt eine turbulente Zeit mit vielen Wendungen, die unter anderem auch mit der Ausbreitung des Christentums in dieser Zeit zu tun hat.

Die Protagonisten:
Am Anfang hatte ich Probleme mit den Namen. Ich konnte mir manchmal nicht merken wer wer ist. Und das ist mir wirklich noch nie passiert. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass die Namen für mich sehr ähnlich klingen (als Beispiel: Cynuise´s Vater heißt Cutha, ihre Mutter Gytha, ihr Bruder Cuthwulf und der König Cenwulf).
Außerdem konnte ich mich nicht so gut in die einzelnen Personen hineinversetzen.

Cynuise hat durch und durch einen tollen Charakter. Sie ist sehr gutherzig und weiß was sie will. Nach anfänglichen Schwierigkeiten verliebt sie sich in den Herrn von Hlew – Lord Falkoth, der inzwischen ihr Ehemann ist. Nach anfänglicher Skepsis fängt sie auch an ihm zu vertrauen.

Falkoth wird überall im Land als Bluthund gefürchtet. Als grausamer Kriegsherr hat er keine Hemmungen Menschen aus verschiedenen Gründen zu foltern und zu töten. Im Laufe der Geschichte erfährt man, dass dieses Verhalten durch seine Kindheit verursacht wurde.
Falkoth hat Angst sich auf Gefühle einzulassen. Nur Cynuise schafft es, seinen Panzer zu knacken.

Eirik ist ein Däne, der von Cynuise´s Bruder gefangen genommen wurde. Durch Cynuise schafft er es zu entkommen und verliebt sich in seine Retterin. Lange Zeit bekommt man nichts mehr von ihm zu lesen, sodass man diesen Charakter schon fast wieder vergessen hat. Im letzten Drittel der Geschichte taucht er aber wieder auf und schließt sich dem Herrn von Hlew an, um in der Nähe seiner gliebten Cynuise zu sein.

Median ist Falkoth´s Schwester und ist Anhängerin der „alten Religion“ an. Sie möchte Cynuise zu ihrem Glauben bekehren mit dem Hintergedanken, dass sie der Schlüssel ist, das Christentum wieder in den Schatten zu stellen. Am Anfang fragt man sich, welche Rolle Median in diesem Roman überhaupt spielt. Erst am Ende wird dieses aufgelöst.

Der Schreibstil:
An dem Schreibstil hat mir besonders gut gefallen, dass sich die Blickwinkel ändern. Mal wieder aus der Sicht von Cynuise geschrieben, mal aus der Sicht von Falkoth, Median oder Eirik.
Was mir nicht so gut gefallen hat, war die Kapiteleinteilung. Häufig haben die verschiedenen Blickwinkel mitten im Kapitel gewechselt, sodass man manchmal verwirrt war und überlegen musste, an welchem Ort man jetzt eigentlich ist.

Die Sprache und Wortwahl:
In manchen Kapiteln gibt es dänische Phrasen, die einen verwirren, da man nicht versteht, was jetzt gesagt wurde. Die Erläuterungen findet man zwar hinten im Anhang des Buches, aber möchte man wirklich jedes Mal nachschlagen, was jetzt gesagt wurde? Ich hab es irgendwann gelassen. Dies hatte dann den Charme, dass man sich in eine Person hineinversetzen konnte, die kein Dänisch versteht. Ob ich das gut fand? Es hatte zwar seinen Reiz, aber ich lese dann doch lieber etwas, was ich verstehe. Zum Glück kamen die dänischen Sätze nicht ganz so oft vor.
Ansonsten ist die Sprache und Wortwahl gut gewählt. Man kann sich gut vorstellen, wie die Orte aussehen, an denen sich die Protagonisten aufhalten. Und auch die Schlachtszenen wurden sehr bildlich dargestellt.

Fazit:
Ich bin ein bisschen hin und hergerissen, ob ich das Buch gut finde. Der Anfang des Buches gestaltete sich sehr zäh und wird erst nach und nach spannender. Der Klappentext bringt leider nicht das auf den Punkt, was sich letztendlich hinter dieser Geschichte verbirgt. Aber obwohl die Geschichte sich anders entwickelt als man denkt, kann man sich sehr gut in die Zeit des Mittelalters hineinversetzen und bekommt gut einen Einblick, wie man in dieser Zeit gelebt hat.

Bewertung: ***

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